Therapiekonzept

 

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Die Cranio-Sacrale Therapie beruht auf den Konzepten der traditionellen Osteopathie, ins besondere auf den Erfahrungen von W. G. Sutherland DO.:

 

Ziel der Behandlung ist es, dem Körper diejenige Unterstützung zugeben, die er benötigt, dass seine Selbstregulations- und Selbstheilungsmechanismen wieder frei arbeiten können.
So wie ein Uhrmacher die blockierten Teile eines mechanischen Uhrwerkes (=Körperstrukturen) löst und die Uhr wieder aufzieht (=Vitalität) um ihr Antrieb zu geben, damit sie alleine funktionieren kann.

Dazu nutzt der Therapeut seine Hände und sein anatomisches Fachwissen über die Zusammenhänge der verschiedenen funktionellen Körpereinheiten.
Die eingesetzten Techniken sind vielfältig: zum Beispiel Dehntechniken, Vibrationen, sanfte Impulse, ganz feine kleine Bewegungen von kleinen Strukturen oder grössere Bewegungen von ganzen Körperregionen. Oft wird auch die Atmung des Patienten zu Hilfe genommen.

 

 

Die funktionellen Körpereinheiten können in 4 Systeme eingeteilt werden:

  • Parietales System (Bewegungsapparat)
  • Viscerales System (Organe)
  • Fasciales System (Fascien, "Bindegewebshäute")
  • Craniosacrales System ("Schädel-Hirnhäute-Kreuzbein" Verbindung)

 

Parietales System:

 

Bewegungsapparat: Funktionelle Einheit von Skelett (Knochen), Gelenke, Bänder, Muskeln und Sehnen.

 

Viscerales System:

 

Umfasst alle inneren Organe: Verdauungsorgane (Magen-Darmtrakt), Herz-Kreislaufsystem, Atmungstrakt, Urogenitaltrakt.

 

Die Fascien:

 

Dies sind Bindegewebshäute, die den grössten Anteil des Körpervolumens bilden. Sie umhüllen jeden Muskel, jedes Organ, alle Gefässe und Nerven sowie das Gehirn und Rückenmark. Sie geben den Organen ihre Form und verbinden sie miteinander.

 

Die Fascien sind wichtig, weil sie Schwingungen und Spannungen über weite Distanzen übertragen können. In unserem Körper gibt es verschiedene Fascienketten, z.B. vom Becken bis zum Scheitel, andere führen von den Füssen bis zum Kopf und über die Schultern bis zu den Fingern. Entlang dieser Ketten können Spannungen in andere Körperregionen übertragen werden. Das ist ein möglicher Grund, weshalb sich die Ursache von Beschwerden häufig weit entfernt von den auftretenden Symptomen befindet. (Bild: Wie wenn ins eine Ende eines Tischtuches ein Knopf gemacht wird, von diesem Knopf aus ziehen Falten über den ganzen Tisch = Symptome, Knopf = Ursache.)

 

Craniosacrales System

 

Die beiden Pole Schädel (Cranium) und Kreuzbein (Sacrum) bilden zusammen mit den Gehirn- und Rückenmarkshäuten (Membranen) eine Einheit, in welcher die Gehirnflüssigkeit (Liquor) rhythmisch pulsiert. Dieser Rhythmus überträgt sich auf den gesamten Körper und beeinflusst die Entwicklung und Funktionsfähigkeit des ganzen Menschen.

 

Die Qualität und Quantität dieses Rhythmuses ist für den geschulten Therapeuten im ganzen Körper erfühlbar und gibt wichtige Informationen über den Gesundheitszustand des Körpers oder einzelner Organe.

Veränderungen in diesem System geben die nötigen Hinweise für die therapeutische Arbeit mit den betroffenen anatomischen Strukturen.

 

Nach den Vätern der Osteopathie, ist die Liquorflüssigkeit träger der Vitalität, des "primären respiratorischen Mechanismus", des Atem des Lebens.